Umsetzung

Die zweite Phase (Phase II) beinhaltet die Umsetzung der im Pflege- und Entwicklungsplan festgesetzten Maßnahmen. Sie erfolgt seit 2008 mit Hilfe verschiedener Instrumente und Maßnahmen. Ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Ziele stellt der Grunderwerb dar. Die hierfür bereit gestellten Mittel ermöglichen den Ankauf von Waldflächen, die sich in Privatbesitz befinden. Durch den Erwerb können die Flächen aus der regulären forstlichen Nutzung genommen werden, als Prozessschutz-Flächen sich selbst überlassen bleiben oder in lichte Weidewälder überführt werden. Handelt es sich um öffentliche Flächen, kann der bei einer Nutzungsaufgabe ausfallende Gewinn durch den fehlenden Holzverkauf monetär entschädigt werden.

Der überwiegende Teil der Projektwälder soll auch in Zukunft nach den Prinzipien der naturnahen Forstwirtschaft bewirtschaftet werden. Dort ist ein wichtiges Ziel, den Anteil alter Bäume und des Totholzes zu erhöhen.

Die historische Kulturlandschaft mit ihren Heiden, Sand- und Kalkmagerrasen soll durch Beweidung erhalten werden. Die ebenfalls zur alten Kulturlandschaft gehörenden Sandäcker sollen dagegen durch eine spritzmittelfreie Bewirtschaftung unter minimalem Einsatz von Wirtschaftsdünger entwickelt werden.

Um die neu entstehenden Landschaften für die Bevölkerung erlebbar zu machen, werden in der zweiten Phase zudem Möglichkeiten zum Naturerleben geschaffen.